Individuelle Förderung

Unser Anliegen ist es, jedes Kind nach dem Individualitätsprinzip möglichst optimal zu fordern und zu fördern. 

Nach dem Grundsatz “Jedes Kind dort abholen, wo es steht” ermitteln wir Entwicklungsstände unserer Schülerinnen und Schüler insbesondere am Schulanfang sehr differenziert und führen im Verlauf der Schulzeit an verschiedenen Stellen des Lernprozesses Lernstandsdiagnosen durch.

Zu Beginn der Schuleingangsphase geschieht die Umsetzung des Förderkonzepts in folgenden Schritten:

  • Diagnostische Überprüfung und Ermittlung des Förderbedarfs
  • Entwicklung von Förderplänen
  • Praktische Umsetzung der Pläne
  • Fortlaufende Evaluation der Förderbemühungen

Bei der diagnostischen Überprüfung werden entsprechende Diagnosemöglichkeiten bezüglich auditiver, taktiler, visueller, kinästhetischer und vestibulärer Wahrnehmung eingesetzt.

Hierbei sind Beobachtungen zu der Fein- und Grobmotorik, zu den personalen und sozialen Kompetenzen sowie zum Lern- und Arbeitsverhalten von Bedeutung. Weiterhin werden elementares Wissen und die fachlichen Kompetenzen in Deutsch und Mathematik ermittelt. An zwei Nachmittagen vor den Sommerferien werden die zukünftigen Schulanfänger zur Ermittlung dieser Bereiche in die Schule eingeladen.

Weitere Tests in den verschiedenen Bereichen finden zeitnah zum Schuljahresbeginn statt. Die Organisation liegt in den Händen der Klassenleitungen.

Nach der Auswertung der Diagnose- und Beobachtungsbögen erfolgt die Erstellung von differenzierten Förderplänen. Deren praktische Umsetzung geschieht in unterschiedlichen Formen:

 Im Klassenunterricht wird durch Differenzierungsmaßnahmen täglich individuell gefördert. Teamteaching oder Förderung in Kleingruppen bieten unterstützende Maßnahmen. Falls Lehrerstunden zur Verfügung stehen, kann im Ausnahmefall auch Einzelförderung gewährleistet werden.

Besonders leistungsstarken (oder auch -schwachen) Kindern wird nach Absprache eine zeitlich begrenzte Teilnahme am Unterricht einer höheren (oder niedrigeren) Klasse ermöglicht. Dieses ist während der gesamten Grundschulzeit möglich.

Unsere Förderschwerpunkte beziehen sich auf:

  • Wahrnehmung/Konzentration
  • sozial-emotionale Kompetenzen
  • Ausgleich von Bewegungsschwächen und Hinführung zur sportlichen Betätigung
  • sprachliche Fähigkeiten
  • Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
  • Rechtschreiben
  • Lesen
  • mathematische Fähigkeiten und Fertigkeiten

Beobachtungen ergänzen die Diagnose und helfen uns, Lernentwicklungen transparent zu machen. In Förderplänen werden Beobachtungen festgehalten und Maßnahmen vereinbart, wenn besondere Bedürfnisse festgestellt wurden.

Bis zum Ende der Grundschulzeit werden Schülerinnen und Schüler nach der Ermittlung des Förderbedarfs individuell gefördert

  • im Teamteaching
  • in festen, möglichst kleinen Gruppen über einen längeren Zeitraum parallel zum Unterricht
  • in zusätzlichen Förderstunden
  • in differenzierten Unterrichtsphasen (z.B. Stationenarbeit, Lerntheke ...)
  • in individuellen Lernzeiten (Lernplan, Wochenplan).

Wichtig ist uns: Jeder Unterricht ist Förderunterricht.

Im Bereich der Arbeitsgemeinschaften gibt es darüber hinaus verschiedene Angebote für besondere Interessen.

Die Förderung wird an unserer Schule in der Regel von der Lehrperson erteilt, die das betreffende Fach in der Klasse unterrichtet. So stellen wir sicher, dass diese die Schüler genügend kennt, um gezielt auf ihre individuellen Bedürfnisse eingehen zu können. Weiterhin kann sie ihre Entwicklung im Klassenunterricht beobachten.

Wichtig ist uns ein hohes Maß an Kooperation sämtlicher Lehrer, mit denen der Schüler zu tun hat. Gerade über die geeigneten Fördermaßnahmen findet unter den Kollegen an unserer Schule ein reger Austausch statt.

Vor allem ist es uns wichtig, den Kindern zu helfen, ein gesundes Selbstvertrauen zu entwickeln. Ein realistisches Fähigkeitsselbstbild hat für die Lernmotivation eine zentrale Bedeutung. Wir wollen den Kindern helfen, ihr Begabungspotential bestmöglich auszuschöpfen.

Für einzelne Schüler können Lernprogramme eingesetzt werden oder es kann nach dem Prinzip der Freien Arbeit und mit Materialien, in denen Selbstkontrolle möglich ist, gearbeitet werden. Des Weiteren werden in allen Jahrgangsstufen Übungen der Lernwerkstatt gezielt eingesetzt.

Kinder mit Wahrnehmungs- bzw. Lese-Rechtschreib-Schwächen werden in gesondert dafür eingerichteten Kleingruppen betreut. Nähere Ausführungen dazu befinden sich in unserem Förderkonzept.

Die intensive Arbeit hilft uns, in den Phasen der Förderung eine Analyse unseres regulären Unterrichts vorzunehmen. Aus den Schwierigkeiten und weitergehenden Fragen, mit denen wir in Förderphasen konfrontiert werden, leiten wir Veränderungen unseres regulären Unterrichts ab.

Für die erfolgreiche Ausführung des Förderkonzepts sind die regelmäßige Überprüfung des Fördererfolgs und die damit verbundene Angleichung der Förderpläne für uns von großer Bedeutung.

Dabei arbeiten wir in engem Kontakt zwischen Elternhaus und Kollegium.